Emmauswald bleibt

Initiative Emmauswald bleibt

Adresse: 12051 Berlin

E-Mail:

Homepage: emmauswald-bleibt.de

Anfahrt: Mit Auto: Mariendorferweg 50
U/S Bahnhof Hermannstraße dann 10 Minuten Fußweg

Wir haben die Initiative “Emmauswald bleibt” ins Leben gerufen, um den Wald auf dem ehemaligen Emmauskirchhof, den „EmmausWald“ zu schützen. Wir kämpfen gegen den Bebauungsplan, der vorsieht, den Wald mit Eigentumswohnungen zu bebauen. Auf politischer Ebene wird seit über 10 Jahren über die Bebauung des westlichen Teils des Emmausfriedhofs diskutiert. 
Nachdem die Politiker*innen des Bezirks Neukölln sich einheitlich gegen eine Bebauung und für die Erhaltung des Waldes ausgesprochen haben, hat der Senat das Verfahren seit diesem Sommer 2023 an sich gezogen. Auf dem Gelände des Emmauswaldes plant aktuell die BUWOG / VONOVIA ein Neubau-Areal mit 441 Wohnungseinheiten zum Eigentum. Dieser soll die Grundlage dafür bieten 3,9 Hektar denkmalgeschützten Friedhof mit über 80 “besonders wertvollen und prägenden” Bestandsbäumen1 zu roden. Laut Kartierung des Bezirks (Stand 2013) stehen auf dem Emmauskirchhof West 725 Bäume, wovon bereits 2013, 231 Bäume als erhaltenswert eingestuft wurden. Darunter sind 84 besonders wertvolle und prägende Bestandsbäume mit Stammumfängen >130 cm gelistet, unter denen sich Linden, Eichen, Ahorn und Kastanien befinden. Statt einem artenreichen Biotop mit seltenen Vogelarten wie dem Grünspecht und dem Mäusebussard, sollen hier Neubauten mit reinen Eigentumswohnungen und Tiefgarage entstehen. 
Wir befinden uns mitten in der Klimakrise. Auf die Sommerdürre folgt die Winterdürre, Hitzesommer und Betonwüsten. An vielen Stellen wird versucht dem mit neu gepflanzten Straßenbäumen oder s.g. „Tiny Forests“ entgegenzuwirken. Doch der EmmausWald ist bereits ein bewährtes und gewachsenes Biotop, dass klimaresilienter ist, als jeder neue Straßenbaum. Der Wald ist für Kalt- und Frischluftschneisen, Kaltluftentstehung und örtliche bzw. überörtliche Luftleitbahnen verantwortlich, welche im Kontext der Klimakrise und immer heißer werdender Sommer, immer dringender an Relevanz gewinnen. Gerade Nord-Neukölln ist stark betroffen, da hier eine große Versiegelungs- und Bevölkerungsdichte auf verhältnismäßig wenig Grünflächen trifft.Laut Senatsverwaltung wird der Boden “als besonders schutzwürdig eingestuft, die Regelfunktion für den Wasserhaushalt und gleichzeitig die Puffer- und Filterfunktion sind hoch zu bewerten. Flächen wie der Emmaus Kirchhof leisten einen wesentlichen Beitrag für die Grundwasserneubildungsrate und die Niederschlagsversickerung und tragen maßgeblich zur Erhöhung der Bodenfunktionen bei. Ebenso speichern Bäume in ihren Blättern, im Holz und in den Wurzeln im Boden CO2 und verlangsamen damit den Klimawandel. Durch ihr Wurzelwerk, befähigen sie Niederschläge dazu, in den Boden zu gelangen, anstatt bei Extremwetterereignissen weggespült zu werden, und stoppen starken Wind. Der Schutz des Emmaus Kirchhofs als Waldfläche ist daher ein wichtiger Schritt zu einem klima- angepassten und -resilienten Bezirk.