Kleingartenanlage Bornholm II
Adresse: Ibsenstraße 10439 Berlin
Homepage: www.bornholm-zwei.de
Wie viele andere Berliner Laubenkolonien entstand auch die Gartenkolonie „Bornholm“ ursprünglich ohne sorgfältige Planung und Absprachen ihrer Siedler. Die Gärten waren vor allem Anbauflächen für Obst und Gemüse und wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts wild in Besitz genommen, um die kärglichen Lebensumstände der Menschen zu verbessern. Neben dem ökologischen Anbau übernehmen die Gärten heute auch eine wichtige Funktion zum Schutz der Berliner Stadtnatur. Viele Tiere haben ihre Heimat in den Bornholmer Gärten, darunter etliche, die besonderen Schutz benötigen und deshalb in die „Rote Liste“ gefährdeter Arten aufgenommen wurden. Mit bunten Stauden, duftenden Bienenweiden, Obstbäumen, Beerensträuchern, schützenden Hecken locken wir sie in unsere Gärten, die naturnah und giftfrei bewirtschaftet werden. Ein seit 130 Jahren wachsendes innerstädtisches Biotop lädt Berlinerinnen und Berliner ein, echte Natur auch in der Stadt mit allen Sinnen zu entdecken. Im Kids-Kiezgarten gärtnern Kinder umliegender Kitas; hier werden sie mit Natur- und Umweltschutz vertraut gemacht. Am „Langen Tag der Stadtnatur“ informiert alljährlich eine Führung durch die Bornholmer Gärten über ökologischen Anbau, seltene Gemüsepflanzen, wilde Rosen, wertvolle alte Obstsorten und das „Apfelprojekt“, für das die Kolonie "Bornholm II" 2017 den Pankower Umweltpreis erhielt. Zu unseren Festen im Grünen vom Tanz in den Mai bis zum Erntedankfest im Herbst sind Gäste herzlich willkommen.
(© Christiane Unger )


