Rettet den größten Wald Neuköllns!

Ökosystem statt Eigentumswohnungen

Sonntag, 09.06.24, 15:00 - 16:00 Uhr

Art des Angebots: Führung

Für: Kinder bis 18 Jahre, Jugendliche, Familien, Erwachsene

Leitung: Judith König

Angebot von: Initiative Emmauswald bleibt

Ort/Start: Neukölln, Mariendorfer Weg 48, 12051 Berlin

Anfahrt: Bus 277 Mariendorfer Weg | S+U Hermannstr. + 10 Min. Fußweg

In Neukölln nahe S/U-Bahnhof Hermannstraße befindet sich mit 3,8 Hektar der größte Wald Neuköllns. Bürger*innen aus ganz Neukölln haben die Initiative »Emmauswald bleibt« ins Leben gerufen, um den Wald auf dem ehemaligen Emmauskirchhof zu schützen. Wir sind gegen den Bebauungsplan, der vorsieht, den Wald mit Eigentumswohnungen zu bebauen. Wir brauchen in einem Kiez, in dem jedes vierte Kind von Bürger*innengeld lebt, keine weiteren Wohnungen im hohen Preissegment, sondern bezahlbaren, mietpreisgebundenen Wohnraum. Auf Bezirksebene wird seit über 10 Jahren über die Bebauung des westlichen Teils des Emmausfriedhofs diskutiert. Hier plant aktuell die BUWOG / VONOVIA ein Neubau-Areal mit 441 Wohnungseinheiten zum Eigentum. Dieser soll die Grundlage dafür bieten, 3,8 Hektar denkmalgeschützten Friedhof mit über 80 besonders wertvollen und prägenden Bestandsbäumen zu roden. Wir fordern ganz klar: In Zeiten der Klima- und Biodiversitätskrise darf man keinen intakten Mischwald im Stadtzentrum von Berlin fällen - erst Recht nicht für unbezahlbare Wohnungen und das in einem Kiez, der bereits jetzt unter starker Umweltbelastung und hohem Nutzungsdruck leidet und in dem es mehr Parkplatzflächen als Grünflächen gibt. Der größte Wald Neuköllns muss erhalten bleiben und die Bebauungsplanung auf dem Emmauswald sofort gestoppt werden! Kommt am 09. Juni um 15 Uhr zu uns und wir nehmen Euch mit in ein ganz besonderes Ökosystem. Der Wald bietet zahlreichen Tierarten ein Zuhause und ist eine grüne Oase der Ruhe, an dem die Natur sie selbst sein darf. Wir erzählen Euch von unserem Kampf um den Emmauswald. Wie das alles angefangen hat und wo wir aktuell stehen. 
Weitere Infos über den Emmauswald:Der Wald ist für Kalt- und Frischluftschneisen, Kaltluftentstehung und örtliche bzw. überörtliche Luftleitbahnen verantwortlich, welche im Kontext der Klimakrise und immer heißer werdender Sommer immer dringender an Relevanz gewinnen. Gerade Nord-Neukölln ist stark betroffen, da hier eine große Versiegelungs- und Bevölkerungsdichte auf verhältnismäßig wenig Grünflächen trifft – Stichwort Umweltgerechtigkeitsatlas. Laut Senatsverwaltung wird der Boden als besonders schutzwürdig eingestuft, die Regelfunktion für den Wasserhaushalt und gleichzeitig die Puffer- und Filterfunktion sind hoch zu bewerten. Flächen wie der Emmauswald leisten einen wesentlichen Beitrag für die Grundwasserneubildungsrate und die Niederschlagsversickerung und tragen maßgeblich zur Erhöhung der Bodenfunktionen bei. Im Juli 2023 haben die Berliner Forsten das Gelände nun offiziell als Wald anerkannt. Noch im April hieß es von Seiten der Buwog/Vonovia: Das ehemalige Emmauskirchhof-Friedhofsgelände an der Hermannstraße sei kein Wald, sondern lediglich ein Grundstück mit ein paar Bäumen und Büschen. Auf drängen unserer Initiative hin hat das Bezirksamt Neukölln die Berliner Forsten um eine erneute Begutachtung gebeten. Nun haben die Berliner Forsten ganz offiziell bestätigt: Der Emmauswald ist ein Wald und zwar der größte bislang eingetragene Wald in Neukölln! Die Berliner Forsten schreiben in ihrem Gutachten: »Der Verlust dieser Waldfläche würde sich voraussichtlich besonders negativ auf das Stadtklima auswirken«. Mit der Bestimmung als Wald fällt der Emmauswald nun unter das Landeswaldgesetz! Der Bebauungsplan beinhaltet auch eine ungenutzte Brachfläche direkt neben dem Wald, auf welcher Mietwohnungen entstehen sollen. Hier hätte schon längst gebaut werden können. Wir fordern, neben dem Erhalt des Waldes, diese Fläche mit mietpreisgebundenen Wohnungen zu bebauen. 

Emmauswald (© Alina Banse)

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