Grußwort des Regierenden Bürgermeisters

Liebe Berlinerinnen und Berliner, liebe Gäste unserer Stadt,

 es ist wieder soweit. Vom 25. bis 26. Mai 2019 werden wir uns auf Spurensuche begeben und eine Welt in das Scheinwerferlicht holen, die nicht so häufig im Rampenlicht steht – den enormen Reichtum unserer städtischen Flora und Fauna.

Vom Hühnerhof um die Ecke, Bienenvölkern auf Dächern bis zu versteckten Naturräumen in Hinterhöfen. Es gibt viel zu entdecken. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Naturschutzverbänden, Vereinen und Verwaltung können Sie sich auf Erkundungstouren und bei Mitmachaktionen zu Land und zu Wasser über die wunderbare Naturwelt Berlins informieren. Es erwartet Sie ein spannendes 26-Stunden-Programm mit über 500 Führungen und Aktionen, darunter einige Highlights, wie naturkundliche Schiffstouren. Ich danke den Initiatorinnen und Initiatoren, den vielen Freiwilligen und Naturbegeisterten für die Organisation des diesjährigen Naturspektakels. Sehr gerne habe ich auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen, denn Berlin, das sind neben den Menschen auch die vielen mit uns lebenden Tiere und Pflanzen. Sie verdienen unseren Schutz und unsere Beachtung. 

Neugierig geworden? Dann auf in den Langen Tag der StadtNatur am 25. und 26. Mai 2019. Ich wünsche Ihnen spannende Einblicke und ganz neue Erfahrungen. 

Michael Müller
Regierender Bürgermeister von Berlin

 

 

Interview mit Umweltsenatorin Regine Günther

Frau Senatorin Günther, Wildbienen stehen dieses Jahr beim Langen Tag der StadtNatur im Fokus. Wieso ist dieses Thema so wichtig für Berlin?

Die Bienen sind wichtig, weil sie für die „Dienstleistung“ der Bestäubung stehen. Außerdem sind sie ein Symbol für den Verlust, den wir durch das Artensterben befürchten müssen. Sie stehen für den Zusammenhang zwischen Insektensterben und einer verfehlten Landwirtschaftspolitik. Diese hat zur absurden Situation geführt, dass sich viele Insekten in Städten wohler als auf dem Land fühlen. Wir tun deshalb viel dafür, um ihnen genügend Lebensraum zu bieten – mit Projekten in den Bezirken, in den Kleingärten oder durch Gründächer und neue Formen urbanen Gärtnerns. Auf dem begrünten Parkdeck des Klunkerkranichs, einer wahren Oase für Bienen, werde ich dieses Jahr den Langen Tag der StadtNatur eröffnen. Da freu ich mich drauf.

Ihre Senatsverwaltung unterstützt den Langen Tag der StadtNatur auch finanziell. Zahlt sich das aus?

Unbedingt. Wer den langen Tag mitgemacht hat, ist begeistert von der Vielfalt unserer Stadtnatur. Die Menschen spüren, warum es so wichtig ist, Berlin als grüne Metropole zu erhalten – für Lebensqualität und Erholung, aber auch für Artenvielfalt und Klimaschutz. Das ist gerade in der wachsenden Stadt sehr wichtig.

Wir brauchen solche Highlights, bei denen gerade junge Menschen an die Umwelt herangeführt werden und ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge entsteht.

Regine Günther
Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz