Interview mit der Umweltsenatorin Regine Günther

© Roland Horn

Frau Senatorin Günther, dieses Jahr feiert der Lange Tag der StadtNatur pandemiebedingt seine Spätsommerpremiere. Sie begleiten wie in den Jahren zuvor die Eröffnungsveranstaltung. Wieso ist das Naturfestival so wichtig für Berlin?

Gerade während der Pandemie hat sich gezeigt: Das Bedürfnis der Menschen, Zeit draußen im Grünen zu verbringen, ist größer denn je. Und Berlin hat – worum wir zu Recht beneidet werden – eine unglaubliche Vielfalt an Naturräumen: Wälder, große und kleine Seen, Grünanlagen, Flüsse, botanische Parks. Das ist ganz besonders in diesen Zeiten ein großes Geschenk. Diese Vielfalt müssen wir schützen und erhalten, denn sie bestimmt die Lebensqualität in der Stadt – gerade im Klimawandel, wenn die Erderwärmung mit Trockenheit und Hitze den Städten zusetzt. Der Lange Tag der StadtNatur geht hier genau den richtigen Weg. Durch das abwechslungsreiche Programm können die Berlinerinnen und Berliner ihre grünen Schätze in der Nachbarschaft hautnah erleben. Besser kann man Menschen nicht für den Naturschutz sensibilisieren.



Bei der Eröffnungsveranstaltung schauen Sie den Stadtnatur-Rangerinnen in Mitte über die Schulter. Was reizt Sie an diesem Projekt?

Die Ranger*innen übernehmen eine sehr wichtige Aufgabe – sie vermitteln zwischen Mensch und Stadtnatur. Sie sind Botschafter der Wertschätzung für unser urbanes Grün, sie führen Maßnahmen zum Arten- und Biotopschutz durch und sind vor Ort Ansprechpartner*innen für alle Naturschutzfragen. Ich bin sehr gespannt, was ich beim Rundgang im Volkspark Rehberge neu entdecken werde. Diese Veranstaltung ist ein schöner Auftakt und steht exemplarisch dafür, was man an diesem Wochenende beim Langen Tag der StadtNatur erleben kann: die schönsten Naturschauplätze in unserem grünen Berlin.

Eröffnungsveranstaltung des Langen Tags der StadtNatur am Samstag, 18. September, 13:00 Uhr:
Entdeckungstour im Landschaftsschutzgebiet Rehberge und Plötzensee