Das Stein!Tal „... macht neugierig!“

Rundgang durch die Stadtbrache und Kleingärten am Westkreuz

Samstag, 30.05.26, 15:00 - 17:15 Uhr

Art des Angebots: Führung

Für: Jugendliche, Familien, Erwachsene

Leitung: Detlef Petereit

Angebot von: Initiative »WestkreuzPark!«

Ort/Start: Charlottenburg-Wilmersdorf, Rönnestr. 28, 14057 Berlin, Eingang zur Kleingartenanlage der Bahn-Landwirtschaft

Anfahrt: Bus M49 Kuno-Fischer-Str. + 10 Min. Fußweg | S Charlottenburg + 10 Min. Fußweg | S Messe Nord/ZOB + 10 Min. Fußweg

Kosteninfos: Erwachsene 5,- € | ermäßigt: 2,- € | Kinder unter 14 Jahren: kostenfreies Ticket nötig

Lernen Sie bei dieser Führung ein vielfältiges und spannendes Gelände kennen, informieren Sie sich über die neuesten Bemühungen 2026, dieses ökologisch (eingriffsfrei gewachsene Stadtbrache) und klimatisch (Kaltluftschneise) so wichtige Gebiet für die City West, den Tiergarten bis hin zur City Ost zu schützen, zu erhalten und den Berlinerinnen, Berlinern sowie deren Gäste erlebnisreich zugänglich zumachen. Erfahren Sie, wie wir alte Industriegebäudeteile unter Denkmalschutz stellen lassen wollen; überzeugen Sie sich von deren Zustand und erfahren Sie, wie wir einen naturschonenden Rundgang über einen aufgeständerten Weg planen.

Sie erleben:
⇨ sehr seltene, geschützte und in der Flora-BB erfasste Pflanzen (Aspleniumruta-muraria auch Mauer-Streifenfarn genannt),
⇨ nach allen Regeln der Kleingärtner geschaffene Stadtgärten mit Blumen, Obst, Gemüse und gepflegtem Rasen,
⇨ mühselig angelegte Totholzhecken als Lebensraum für zahlreiche Tierarten wie Insekten, Spinnen, aber auch Vögel, Fledermäuse, Igel, Haselmäuse u.a.,
⇨ ein Pionierwald-Biotop mit biodiverser Flora und Fauna, mit zum Teil romantischen Sichtfängen: Hopfen und wilder Wein als Ranken in Bäumen, mit Efeu überwucherte, tote Baumstämme, ein Dach aus rauschenden Blättern,
⇨ eine seit über 80 Jahren vom Menschen nahezu unberührte Stadtbrache,
⇨ fast 150 Jahre alte Industrieruinen der 1882 eröffneten „Charlottenburger Lokomotivstation“, nebst Gleisen, Weichen, Prellböcken und sogar noch einem alten Hektometerstein,
⇨ einen Besuch beim Imker mit Besichtigung eines Bienenstockes und der Möglichkeit, den hier gewonnenen Honig direkt vor Ort zu erwerben.

Diese Vielfalt am Westkreuz wird schon in wenigen Jahren so nicht mehr zu sehen sein. Der im Juni 2025 bereits abgeschlossene Abriss der den Kleingartenbereich am Rande des nördlichen Teils überquerenden „Ringbahnbrücke der A100“, der anstehende Umbau des „Autobahndreiecks Funkturm“ sowie große Planungen für die Zeit danach („Vision 2040+“) mit einem mächtigen Wohnkomplex, dem „Stadteingang West“, zerstören den nördlichen Teil in seiner jetzigen Form mit den Kleingärten.

Entscheidungsunmut der Politik hingegen zerstört die Existenz des südlichen Teils mit der Stadtbrache (dem sog. „Stein!Tal").

Wir erläutern nicht nur die Geschichte des Ortes, sondern gehen zugleich auch aktuellen Fragen nach: 
⇒ Bleibt die wichtige Klima- und Luftschneise für die City-West über den Tiergarten hinaus bis zur City-Ost und nach Pankow erhalten?
⇒ Wird es hier auch künftig noch eine Chance für den Arten- und Naturschutz, für Kleingärten und urban gardening, für Spaziergänge in der Natur, Spiel, Sport und Naherholung geben?
⇒ Wie lässt sich der Anschluss des derzeit noch reinen Umsteigebahnhofs „Westkreuz“ an die Wohngebiete um den Lietzensee im Nordosten (Dernburgstraße, Rönnestraße), zur Holtzendorffstraße im Osten und nach Halensee im Süden (Heilbronner Straße, Ringbahnstraße) mit geringen Eingriffen in die Natur schonend gestalten? Dazu läuft jetzt gerade ein umstrittenes Planfeststellungsverfahren.

Hinweise: 
* Die Führung ist nicht barrierefrei möglich und daher für gehbeeinträchtigte Personen nicht geeignet.
* Die Teilnahme an der Führung erfolgt auf eigene Gefahr.
* Wir benutzen bei der Führung ein Audiosystem mit Headset für (möglichst) jeden Teilnehmenden.
* Ich habe Ihnen auf unserer Webseite ein paar Tipps für die Anreise zusammen gestellt.

Impressionen »WestkreuzPark!« (© 2023 D. Petereit)

Tickets online ab 4. Mai oder am Veranstaltungstag vor Ort

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